Beiträge zu Systemtheorie, Information, Physiologie, Soziologie und Technologie ... Nucleus of the contributions is to represent by theory possibilities concerning the informational properties in form and function of systems as well as their evaluation until arithmetic transcription

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Autor
  Dominikus Forcht, D-71640 Ludwigsburg; 15. April 2009   /  Kontakt
Systemtheorie...Information
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Gesamtübersicht des Buches / Impressum und Inhaltsverzeichnis

Menue (Abschnitte, je mit Kapitel und Artikel)
  1     Zum Titel der Niederschrift    6     Systemcharakteristik in Arbeitsstrukturen 
  2     Einführung    7     Technik nach physiologischem Vorbild 
  3     Perspektive "Systemtheorie"    8     Parabel / Kommunikation 
  4     Individualität und Physiologie der Systeme        Literaturverzeichnis 
  5     Physiologie der Gesellschaft     Buch-Nachtrag (6 Seiten) per 28. Feb. 2010

...Information der Systeme

 
Zur Einführung einige von den Gesichtspunkten, welche von der musikalischen Wahrnehmung bis zur Entstehung der Relationalen Informationstheorie führten, wie sie in dem jüngsten Buch Systemtheorie und die Information der Systeme. dargestellt wird. Weitere Angaben sind unter dem Menüpunkt "Manuskript" (siehe oben) zu finden. 
Die Erscheinungen unserer Welt, und damit auch die physiologisch nachweisbare relationale (skalierende) Wahrnehmung, sind Ergebnis der Evolution. Die Evolution wiederum beruht auf Wechselwirkungen zwischen Atomen, Molekülen, Individuen und Umwelt. Wechselwirkungen gehen bis auf die Grundbedingungen unseres Universums zurück. Und wo diese sich physikalisch nicht abschließend beschreiben lassen, kann eine kritisch revidierte Allgemeine Systemtheorie wenigstens den Horizont erweitern.
Rechtfertigung:
Aus Sicht des Menschen geurteilt, sind Theorien immer Denkvorschläge. Gelegntlich bieten sie auch ein Instrumentarium, durch welches intelligente Wesen in die Lage versetzt werden, die Existenz- und Entwicklungsfähigkeit für sich und andere zu verbessern. Das ist ein wichtiger Aspekt, denn die Möglichkeiten der menschlichen Wissens- und Handlungsfähigkeit sind längst nicht ausgeschöpft.
Ich trete dafür ein, daß das physiologisch allgemein erkennbare Prinzip der relationalen Wahrnehmung mit den denkbar ersten Prozessen unseres Universums verbunden gesehen und erklärt werden soll.
Mein systemtheoretischer Ansatz zeigt, daß [Information mal Energie] (in welcher Zustandsform und mit welchen Koeffizienten auch immer) das Formans in allen Erscheinungen und Wirkungen repräsentieren.
Experiment zum Unterschied von repräsentierter und vermittelter Information: Sie stehen vor einem Tisch, auf welchem ein Gegenstand liegt (vielleicht ist es ein Buch...). Die Abbildung auf der Netzhaut Ihres Auges mag 50 % Fläche beanspruchen. Dann entfernen Sie sich von dem Tisch, Sie blicken zurück, und der Gegenstand liegt noch immer an selbigem Ort; zum Unterschied von vorhin beansprucht jener Gegenstand nun aber nur noch 5 % Fläche Ihrer Netzhaut. Was folgt daraus? Da sich der Gegenstand nicht verändert hat, kann es nur die Wahrnehmungsbedingung sein, die sich verändert hat; dagegen ist die durch den Gegenstand repräsentierte Information unverändert.    
Physische Information kann nur nach ihrer Relativitaet untersucht werden. Nehmen wir doch nur das folgende Beispiel: Welche informationale Wirkung wird von einem auf dem Weg liegenden Pornofoto ausgelöst, wenn ein Adler aus zehn Meter Höhe, oder wenn ein Spaziergänger darauf blickt?
Erläuterung: Jenes Pornofoto ist potentielle Information. Das Reagieren eines Systems (z.B. eines Individuums) auf jenes Foto impliziert prozessuelle Information. Maßgebend für die Inhalte der prozessuellen Information sind die individuellen, inneren und äußeren Bedingungen des Systems im Augenblick. Beispielsweise sind neben einer Vielzahl von Details solcher Bedingungen Neigung, Ansprechbarkeit und der endokrine Zustand verantwortlich.
Nun gibt es in der beim Menschen bewußten Welt myriaden von Beziehungen, räumlich von <= nano- bis >= Terameter und zeitlich von >= nano- bis <= Terasekunden. Beispielsweise kann der Inhalt eines Buches jetzt oder erst in zehn Jahren prozessuiert werden. Der Unterschied zwischen potentieller und prozessueller Information verdient also besondere Beachtung.
Solchen Beziehungen liegt ein bisher vernachlässigtes Prinzip zugrunde: Das ist, daß physische Information sich in Zyklen konstituiert, wie mit folgender Grafik gezeigt.
Prinzip der Informationszyklen

Die symbolisch vertikal aufsteigend dargestellten Prozeßteile betreffen die Sicht auf das universelle Prinzip; es gilt neutral für alle physikalischen Dimensionen, wie Raum, Masse, Geschwindigkeit u.a.
Systeme sind immer Hort von Prozessen, und deren Form und Funktion bestehen aus Relationen und Gefügen von Relationen, welche ihrerseits wichtige Aspekte der Semantik der Prozesse repräsentieren.  Denn (um im Beispiel "Buch" zu bleiben) die Relationen, welche das Moment "Buch auf Tisch" begründen, sind vom Betrachter zunächst unabhängig. Die Änderung der Wahrnehmungsbedingungen verlangt eine Beurteilung (Wertung) je nach raumzeitlichen Einflüssen sowie je nach den Relationen des einen Gegenstands zu hinzukommenden Gegenständen und Vorgängen.
Der Begriff Information und seine Historie: CLAUDE ELWOOD SHANNON hatte in den Jahren nach 1947 -- damals Bell Labs -- die Aufgabe, Verfahren zur Verbesserung der Datenübertragung auf gestörten Leitungen zu definieren. Er begründete auf diesem Weg diese wunderbar nützliche mathematische Theorie, als deren markantestes Relikt wohl das "bit" und seine Funktion in der Datentechnik allen Menschen bekannt ist. Aber SHANNON selbst agierte parallel zur Vertretung seiner Informationstheorie vehement gegen den Glauben, man könne mit seiner Informationstheorie z.B. die Semantik von Kommunikation erhellen. Ihm war klar, daß eine die informationalen Momente quantisierende Methode nicht geeignet sein kann, physiologisch subjektiv bedingt fließend variable "Information" zu beschreiben. Daß dennoch Forschungsprojekte, die in solche Richtung weisen, durchgeführt werden, kann man bestenfalls aus ihrem heuristischen Anspruch verstehen.
Konventionell im Rahmen jener quantisierenden Informationstheorie wird durchaus diskutiert, wie eine vermittelte "physische Information" sich aufgrund der Wahrnehmungsbedingungen geändert haben kann.
Sehr theoretisch gesehen könnte das ein Thema der Informationstheorie nach SHANNON sein, denn Wahrnehmungsbedingungen könnten (eben sehr theoretisch) als ein Fall von "Informationsübertragung auf gestörten Leitungen zwischen Sender und Empfänger" interpretiert werden.
Aber Wahrnehmungsbedingungen sind nach ihrer physischen Natur zu beurteilen. Wie also wollen wir jemals physische Prozesse nach den Grundlagen der informationstheorie SHANNON's erfassen ? Schließlich ist auch Wahrnehmung ein Prozeß, und das mit vielen intraprozessuellen Funktionen, und begleitet von interprozessuellen Bedingungen und Ereignissen...    
Dazu Ergänze ich das obige Experiment: Das Buch ist kein "Sender" und das Auge ist kein "Empfänger". Das Übertragungsmodell SHANNONs ist hier also nicht anwendbar. Aber die Allgemeine Systemtheorie kann helfen, um die weit verbreiteten Mißverständnisse aufzulösen: Das Buch im Experiment ist für jedes in Beziehung tretende System "potentielle Information", und das Auge ist ein "Sensor", der dem System, in welchem der Sensor eine Konstituente ist, die Übernahme der potentiellen Information anbietet.
Jeder Gegenstand und jedes Individuum ist fortwährend Wechselwirkungen ausgesetzt, und handelt es sich um das Individuum "Mensch", so bedingt die Komplexität und Vielschichtigkeit des Systems, daß innere Wechselwirkungen auf Ebenen von Ionenströmen, Neurotransmitter, Endokrinologie bis hin zu Nahrungsaufnahme und Verdauung stattfinden; nach außen sind es Wahrnehmung, Kommunikation und Handeln, wobei dem Menschen das Denken zueigen ist, d.h. eine Art des "kontrollierten Tolerierens", das je nach Verfassung und Bedingungen das Kommunizieren und Handeln auslöst und leitet.
Und kein System kann sich den Wechselwirkungen entziehen. Dabei ist es für die Formulierung des Prinzips unerheblich, ob es sich um langzeitig oder kurzzeitig wahrnehmbare Wechselwirkungen handelt. Sie können an Zeit von Sekundenbruchteilen bis hin zu Jahrmillionen in Anspruch nehmen.
Man sieht nun deutlich die betont naturwissenschaftliche Aufgabe. Sie ist über Studien der Allgemeinen Systemtheorie sowie über aktuelle physiologische wie bio- und neurowissenschaftliche Kenntnisse anzugehen.
Aus all diesen Überlegungen resultiert mein Beitrag zu den Informationswissenschaften, den ich in meinem Buch "Systemtheorie und die Information der Systeme" fixiert habe.
Wenn wir also das Prinzip "Wechselwirkung" richtig verstehen, dann wird sichtbar, daß hier sowohl Energie als auch Information im Spiele sind. Information? Was könnte es sonst sein, daß nach einer bestimmten Wechselwirkung unter einem bestimmten Maß an Energie sich die betroffenen Dinge in bestimmter Weise verändern, ohne daß man sagen könnte, es war nur einfach Energie. Denn die selbe Energie kann sehr verschiedene Veränderungen hervorrufen.
Wechselwirkungen sind also immer als Aktivität von Systemen zu verstehen, Aktivität, die -- vereinfacht gesagt -- aus [Information mal Arbeit] zustande kommt; ich nenne sie DW.
Die systemtheoretischen Zusammenhänge sind ausführlich erläutert auf den oben wählbaren Seiten, u.a. "Philosophie" und "Evolution" sowie in den auf Seite Manuskript zum unentgeltlichen Download angebotenen Schriften (PDF-Format). 
Wir können nur Symbole wählen, gleich ob im Sinne von Sprache oder -- wie hier -- als Bild.
In diesem Sinne "symbolisch verkürzt" sehen wir Wechselwirkungslinien, die uns
die Uraktivität von Wechselwirkungen
zeigen. Dazu die Tatsache, daß die absolute Ressource von Wechselwirkungen in der Implikation von [Information mal Energie] gegeben ist. Vereinfacht: Information = D und
Energie als W. Ergo:
Systeme bestehen aus DW.
(D verstanden als arithmetische Beschreibung je eines momentanen Relationengefüges).
 
Benennung der in Relationen wirksamen Eigenschaften von Größen:
>>   In der Harmonischen Reihe definiert jeder Zahlbegriff eine einmalige Intervallbeziehung zu 2^n; diese sei bezeichnet als Relationalwert.
>>   Das subjektiv empfundene "Gewicht" eines Relationalwertes, das Gewicht also, durch welches die Klassifizierung des Relationalwertes geleitet wird, ist in der Harmonischen Reihe ebenfalls mit Zahlbegriffen belegbar. Hierfür gelte die Bezeichnung Relationalwertattribut, kurz Attribut.
Hieraus resultiert das Theorem für die physiologische Wirkung von Relationen:
>>>   In einem Relationengefüge entspricht das Attribut eines Relationalwertes dem arithmetischen Produkt der Attribute von dessen Faktoren. 
 
Um mit diesen Begriffen arbeiten zu können, bietet sich die gewichtete Harmonische Reihe an, wie in folgendem Bild dargestellt: (Das "Differenzierungsmodell" ist unter Menuepunkt "Evolution" erläutert.)
Abbildung / Gewichtete Harmonische Reihe: Entscheidend für jede Reihenbildung sind Intervallbeziehungen exclusive Oktaven. Was basal "erlebt" wird, sind Relationen der Intervallgewichte, und diese sind von der Verteilung über Oktavräume zunächst unabhängig. Oktaven werden erst dann wichtig, wenn die physikalischen Signale in der Eigenschaft als "Parameter" gesehen werden, insbesondere auch, wenn sie in Grenzbereiche der individuellen Rezeptivität eintauchen.
Die Information in D muß als jeweiliges Gefüge von Relationen aufgefaßt werden.  
Das Bild modelliert im uebrigen erstmals eine Wahrheit von "Selbstorganisation". Das ist interessant insofern, als prinzipiell kein System sich selbst organisiert. Es sind vielmehr innere und äußere Bedingungen, welche eine Organisation bewirken, wie eben in dem oben dargestellten Verlauf von Relationengefügen in D. Bezeichnenderweise ist bisher auch nicht geklärt, was wann wie sich selbst organisiert. Durch das oben dargestellte Prinzip aber scheint Licht in die Sache zu kommen: Jedenfalls müssen wir den Blick auf das informationale Moment richten. Weitere Ausführungen hierzu in "Systemtheorie und die Information der Systeme". (Siehe Menuepunkt "Manuskript") Die skalierende relationale Wahrnehmung ist außerdem die Grundlage für die fortschreitend differenzierende "Kommunikation" (Kommunikation hier universal im Sinne von Wechselwirkungen verstanden).
Im Aspekt von "Evolution" ist es nun einmal mehr möglich, Prinzipien von Information in die Allgemeine Systemtheorie einzuführen.    
Die Gültigkeit der Prozessdarstellung wird bei Betrachtung einer Folge von Klangereignissen am besten einsehbar::  
"Klangereignisfolge" ist so zu verstehen, daß sich ein Klang aufbaut, in dem Sinne, daß er mit einem Ton beginnt, zu welchem sich nach und nach weitere Töne gesellen.
Die jeweils darunter aufgeführte Tabelle zeigt den Zusammenhang zwischen Harmonischer Reihe und dem jeweils selbstkorrigierenden (relativen) Abstand einer jeden Konstituenten des momentanen Gefüges von 2^n (= Attribut).
 
Kurz gesagt: Die Reihe der Attribute zeichnet das Muster der vorgeführten Relationen. Darüber hinaus kann diese Reihe mit 2^n beliebig transponiert werden, ohne daß das Muster des Relationengefüges sich verändert. Der Zweck liegt dann in der besseren Vergleichbarkeit von Relationengefügen.
   
In obiger Darstellung zeigt sich die Arithmetische Analogie zu einer Art der nichtarithmetischen Arbeitsweisen des zentralen Nervensystems: Wo also individuell "vorher" gewußte Relationen "aktuell" identifiziert werden, erscheinen die "aktuellen Werte" mit den selben Attributen wie die "vorherigen Werte", auch wenn die realen Größen, die den Relationen zugrunde liegen, von mal zu mal andere Größen sind. Diesem Prinzip begegnen wir real in der musikalischen Wahrnehmung.
Damit kann die Theorie zu einem systemtheoretischen Ansatz für die Psychologie, für Verhaltensforschung bis hin zur Hirnforschung ausgebaut werden. Beispielsweise könnte damit ein Weg zur Erklärung gebahnt werden, wie das Gehirn -- ohne "floatingpoint-Algorithmen" und ohne ein Bild etwa bitweise abzulegen -- die Fähigkeit des "Erinnerns" organisiert. D.h.: Nicht Größen sondern Relationen werden in neuronalen Strukturen vorgehalten, um von entsprechenden in der Wahrnehmung erscheinenden Relationen -- bewusstseinsrelevant -- angeregt zu werden.
Der selbe systemtheoretische Ansatz kann auch bei der technologischen Nachbildung humanoider Verfahren der Wahrnehmung (im Sinne von quasi subjektiver Perzeption) wichtige Dienste leisten.
Eine Systemtheorie muß in erster Linie naturwissenschaftlich erklären können,
was naturgesetzlich ist, nämlich daß Wechselwirkungen grundsätzlich und immer stattfinden, ob wir in das System hineinschauen, um die Wechselwirkungen seiner Konstituenten zu erkennen, oder ob wir seine Wechselwirkungen mit anderen Systemen ("Kommunikation") beobachten. Wechselwirkung  i s t  Leben. Da spielen Zeiträume, in denen die Wechselwirkungen stattfinden, keine Rolle; es kann sich um Nanosekunden handeln, um Millisekunden, bis hin zu Jahrmillionen.
 
Die also grundsätzlich und immer stattfindenden Wechselwirkungen bedienen sich der Ressource [Information mal Arbeit] (DW), und sie hinterlassen wiederum [Information mal Arbeit] (=DW) = momentan auftretende potentielle Information, quasi als Relikt. So wird der ewige Zyklus sichtbar, wie auch in Seite Philosophie und Evolution aufgeführt, und wie in dem angebotenen Buch ausführlich und mit Ausblicken auf Technologie und Soziologie erläutert.
Hiermit ist also der Weg deklariert, der letztlich bis zur arithmetischen Transkription von Form und Funktion von Systemen (=Prozessen) führt. Die Hilfestellung für die informationstechnische Entwicklung humanoider Funktionen kann positiv bewertet werden.    
Natürlich zählen am Ende die qualitativen Implikationen in Wechseklwirkungen, wenn es um die Frage des Nutzens geht. Alles was der Mensch ändern kann, um die qualitativen Implikationen von Wechselwirkungen zu beeinflussen, ist -- universal gedacht -- physische Information; Die Energiedichte des Universums ist dabei, sich stetig zu verringern. Die auf Erden verfügbare Energie kann der Mensch per Information nur auf bestimmte Vorhaben ausrichten, wobei er die Verdichtung von Information vorantreibt. Die aufgewendete prozessuelle Information aber ist grundsätzlich und immer mit relativ qualitativen Implikationen wirksam, und diese sind es, die unsere Existenz- und Entwicklungsbedingungen modulieren. 
Dazu bitte weiter lesen unter (Sonderseite) Produktivitaet und Information der Systeme
 
 

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