- Informationstheorie: Im Verlauf von 40 Jahren Automatisierungstechnik
und Informationstheorie habe ich vielerlei Gründe gefunden,
mich von jenen Lehrmeinungen zu distanzieren, welche die Informationstheorie
für geeignet halten, auch natürliche Erscheinungen
zu analysieren und zu gestalten. Vor allem wende ich mich gegen
Tendenzen, in der Informationstheorie latent auch das Potential
für eine Quantentheorie des Geistes anzunehmen.
- Man muß ja nur die Historie
betrachten: CLAUDE ELWOOD SHANNON hatte in den Jahren nach 1947
-- damals Bell Labs -- die Aufgabe, Verfahren zur Verbesserung
der Datenübertragung auf gestörten Leitungen zu
definieren. Er begründete auf diesem Weg diese wunderbar
nützliche mathematische Theorie, als deren markantestes
Relikt wohl das "bit" und seine Funktion in
der Datentechnik allen Menschen bekannt ist. Aber SHANNON selbst
agierte parallel zur Vertretung seiner Informationstheorie vehement
gegen den Glauben, man könne mit seiner Informationstheorie
z.B. die Semantik von Kommunikation erhellen. Ihm war klar, daß
eine die informationalen Momente quantisierende Methode
nicht geeignet sein kann, physiologisch subjektiv bedingt fließend
variable "Information" zu beschreiben. Daß dennoch
Forschungsprojekte, die in solche Richtung weisen, durchgeführt
werden, kann man nur aus ihrem heuristischen Wert erklären.
|